Kreuzkirta 2019

Es ist immer ein besonderes Patrozinium, die Feier des Weihetags der Kreuzkirche auf dem Further Friedhof. Am Sonntag wurde dieser traditionelle Gedenktag wieder zunächst mit einer Heiligen Messe beim großen Missionskreuz begangen. Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl hieß die mitfeiernde Gemeinde herzlich willkommen. Im Erkennen an die eigene Bedürftigkeit komme man Gott näher, so der Zelebrant zu Beginn des Gottesdienstes. In seiner Predigt ging er dann in der Deutung des Tagesevangeliums auf das Beten ein. Im Evangelium wird geschildert, dass sogar die Jünger Jesu Probleme mit dem beten haben, und einer den Meister bitten, ihnen das Beten zu lehren. Vielleicht, so Pfarrer Seidl, steckt einer in einer Gebetskrise und er ist nicht zufrieden mit dem, wie er betet. Störungen im Gebet können nach Pfarrer Seidl verschieden wahrgenommen werden. Man ist vom Gebet völlig weg durch andere Gedanken, die man nicht abstellen kann. Solche Gedanken sind wie Wolken, die um einen Berg kreisen. Ziehen sie dann weiter, ist die Sicht auf den Berg wieder klar. Ablenkungen beim Beten seien nicht Negatives, sondern Hinlenkungen auf das, was mich beschäftigt. Das solle man dann vor Gott zur Sprache bringen, nämlich das, was an Schatten und Wolken die Seele durchzieht. Ein weiteres Problem beim Beten, so Pfarrer Karl-Heinz Seidl in seiner Predigt, ist für Viele die Zerstreutheit, bei sich mancher gebetsunfähig fühlt. Hier darf man einfach-werden im Beten und es als Ausruhen vor dem Herrn verstehen. Gebet und Atem zusammenbringen, könnte helfen, aus der Dürre zur Oase zu finden. Beten lernt man nur durchs Beten. Das Gebet sollte dort ansetzen, wo man steht und den Blick öffnen für die umgebende Wirklichkeit. Man darf einem Gott begegnen, der jedem Leben Sinn und Fülle schenken will. Das Gebet ist etwas sehr persönliches, und darum betet jeder im Herzen anders. Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl lud ein, das als Ferien- und Urlaubsvorsatz zu nehmen: Immer mal wieder zu beten – in einer Kirche, im Wald, im Garten, am Urlaubsort. Es muss nicht lange sein. Aber dazu sollte man sich bewusst Zeit nehmen. Ein täglich von Herzen gebetetes „Vater Unser“ schenkt Gottvertrauen und ordnet das Leben, so der Prediger.
Den feierlichen Gottesdienst umrahmte der Kirchenchor unter Leitung von Wolfgang Kraus mit Theodor Grünbergers „Erste Deutsche Messe“ für vierstimmigen Chor a capella.

Am Ende des Gottesdienstes lud Stadtpfarrer Karl-Heinz herzlichste ein zur weltlichen Feier des Kreuzkirtas, dem Pfarrfest drunten beim Josefeshaus.

Heuer, nach Fertigstellung des neuen Josefshauses, konnte das Pfarrfest nun wieder in der gewohnten Umgebung von Josefshaus, Thomas-Morus-Haus und Kindergarten gefeiert werden.
Das Wetter war nach den Hitzeperioden der vergangenen Tag sehr angenehm. Das wussten bereits die Gäste des Frühschoppens zu schätzen. Musikalisch unterhalten wurden sie dabei vom Auhofbauer Karl Schreiner auf seiner Quetschn mit alten Liedern und lustigen Schnaderhüpferln. Unterstützt wurde er dabei von Alfons Daschner mit der Gitarre. Dieser sorgte als Alleinunterhalter auch im Verlauf des Tages für die musikalische Begleitung des Festes.
Zur Mittagszeit hin füllte sich der Platz, und das aufmerksame Serviceteam um Pfarrgemeinderatssprecherin Johanna Plach hatte alle Hände voll zu tun, um die durstigen und hungrigen Gäste zu bedienen. Obwohl der als Pfarrsaal deklarierte Raum ebenfalls hergerichtet war, genossen die Gäste den Tag draussen. Dass eine keinerlei Berührungsängsten zwischen den konfessionsverschiedenen Christen in Furth im Wald gibt, machte der Besuch von Pfarrer Bernd Rosner deutlich. Auch in diesem Jahr sorgte der Frauenbund mit dem im Kindergarten eingerichteten Pfarr-Café mit einem fulminantem Kuchenbuffet für die süße Note. Und eine reich-bestückte Tombola der Ministranten hatte so manche Überraschung parat. Der Aufwand für das Pfarrfest hat sich gelohnt und die zahlreichen Besucher waren zufrieden. Der Reinerlös ist ein wichtiger wichtiger Baustein für die finanziell arg gebeutelte Pfarrgemeinde Mariä-Himmelfahrt.