Der Further Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl bezeichnete zu Beginn des Fronleichnams-Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche das Fest Fronleichnam als ein Fest der Freude wegen der Anwesenheit des Herrn. Denn, so Pfarrer Seidl, was Jesus damals seinen Jüngern zusagte,gilt auch für uns heute: „Seid gewiss, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“. Durch die Feier der Heiligen Messen und danach bei der Prozession wird Jesus die Ehre erwiesen. Der besondere Gruß bei diesem Gottesdienst galt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 33sten Bischofteinitzer Heimatkreistreffen.

In der Predigt ging Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl auf den alttestamentlichen Bericht im Buch Exodus ein, in welchem über die Flucht des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei berichtet wird, und fester Bestandteil der Osternachtsliturgie ist. Flucht, so Pfarrer Seidl, kann nur der verstehen, der sie selber erlebt hat. Das Bischofteinitzer Heimatkreistreffen ist aber nicht nur die Erinnerung an die verlorene Heimat, sondern auch heute noch ein wichtiger Teil der Aufarbeitung des Geschehens. Fliehen müssen um zu überleben ist auch heute ein großes Drama der Menschheit. Im Buch Exodus, so Pfarrer Seidl, wird berichtet, dass die Israeliten aber nicht alleine unterwegs waren. Gott war mit ihnen im Zeichen der Wolke am Tag und im Zeichen der Feuersäule in der Nacht. So sahen und spürten sie, dass Gott mit ihnen ist. Beide Zeichen aber konnte man nicht greifen. Durch Jesus Christus im Zeichen des Abendmahles, im Brot – nun in der Hostie – kann man Gott greifen, jedoch nicht begreifen. Nach der Wandlung wird die Hostie zum Lamm Gottes als Zeichen der Gegenwart Christi. So folgen wir dem Lamm Gottes, welches die Schuld der ganzen Welt auf sich nimmt. Im Zeichen der Hostie folgen wir dem Lamm – gerade zu Fronleichnam. Dabei, so Stadtpfarrer Seidl, folgen wir nicht einem Zeichen der Gewalt, sondern dem Lamm. Christus nimmt Leid und Tod auf sich. Das Lamm Gottes ist so das Zeichen für die ganze Menschheit. „Wir folgen dem Lamm, nicht dem Adler oder dem Bären“.

Nach dem Festgottesdienst formierte sich ein farbenprächtiger Zug mit Fahnen der kirchlichen und weltlichen Vereine mit ihren Mitgliedern, Kommunionkinder in ihren liturgischen Gewändern, Blumen-streuende Kindergartenkinder, Bürgermeister Sandro Bauer mit Mitgliedern des Stadtrates, Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung sowie eine noch ansehnliche Zahl von Gläubigen, um das Allerheiligste durch die Straßen von Furth im Wald zu begleiten.

An den vier Altären am Stadtplatz beim Hl. Nepomuk ( – Blumenteppich des Katholischen Frauenbundes), in der Rosenstraße bei Oskar Breu (Gestaltung Oskar Breu), auf dem Stadtplatz beim Anwesen Kerner (Gestaltung Oskar Breu – Blumenteppich vom Katholischen Landvolk ) sowie auf dem Schlossplatz bei Familie Haimerl (Gestaltung Robert Haimerl mit Blumenteppich der Kolpingsfamilie) wurde in den verschiedenen Anliegen gebetet, das Evangelium verkündet und der eucharistische Segen mit der Monstranz von Stadtpfarre Seidl erteilt.

Beim vierten Altar auf dem Schloßplatz galt der Segen der Stadt und dem Land und seinen Bewohnern. Sowohl den Festgottesdienst wie auch die Prozession haben der Further Kirchenchor und Mitgliedern des Further Blasorchesters unter der Gesamtleitung von Regionalkantor Wolfgang Kraus musikalisch gestaltet.

Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl dankte allen, die betend und singen mitgegangen sind, für die schöne Gestaltung der Altäre und Blumenteppichen und die sich um den reibungslosen Ablauf der Prozession gekümmert hatten.